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Kurze Frage – schnelle Antwort: Mikrolernen

Aktuell ist der Begriff Mikrolernen noch wenig bekannt. Doch könnte Mikrolernen unsere Art Wissen zu erwerben in den nächsten Jahren radikal verändern. Wahrscheinlich wenden Sie Mikrolernen unbewusst häufiger an, als Sie denken.

Mikrolernen ist eine der neuesten Varianten unter den Lernmethoden und wird in der Anwendung erst durch den Einzug der neuen Medien in unseren Lebensalltag möglich. So wird beispielsweise das Erlernen einer neuen Fremdsprache über verschiedene Medienanwendungen (wie Podcast oder Internet) an unterschiedlichsten Orten, Zeiten und Gelegenheiten möglich. Fällt Ihnen beispielsweise ein englisches Wort nicht ein, suchen Sie vielleicht mit Ihrem Internethandy einfach nach dem Begriff. Ohne diese Möglichkeiten würden Sie im Laufe des Tages vergessen, welches englische Wort Ihnen nicht eingefallen ist. Dank der neuen Medien kann somit jede Situation der Unwissenheit zur Weiterbildung genutzt werden. Wichtig beim Mikrolernen ist, dass die Lerninhalte und –einheiten sehr kurz gehalten werden.

Der Mikro-Aspekt bezieht sich dabei auf folgende Dimensionen:

    • Zeit: Die Lernschritte sind kurz (Sekunden, höchstens Minuten).
    • Inhalt: Die Lerneinheiten sind klein und die Themen sind beschränkt und ziemlich einfach
    • Schnelle Rückkopplung: Die Kontrolle des Lernerfolgs geschieht sofort und direkt.
    • Form: Fragmente, Fakten, Episoden, Kurzelemente
    • Prozess: unterschiedlich, begleitend oder tatsächlich, wiederholend, integriert
    • Lerntyp: wiederholend, pragmatisch, aktiv, reflexiv, kooperativ; auch: Action Learning, Lernen im Klassenzimmer, korporatives Lernen
    • Medien: Printmedien, elektronische Medien, mono-media versus multi-media

„Die Anpassung von Lernformen und -inhalten an die Besonderheiten mobiler Geräte ist das Gebot der Stunde“, so Prof. DDr. Peter A. Bruck zum Thema Mikrolernen im Rahmen der 3. AeLC in der Messe Wien.

Mikrolernen heißt somit Lernen in kleinen Einheiten, selbstbestimmt und zwischendrin. Wann und wo es gerade passt, im Zug oder in der Warteschlange an der Supermarktkasse. So gerade jetzt, beim Durchlesen eines Newsletters zum Thema Mikrolernen am PC, iPad oder Handy.

Barbara M. Weber