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Resilienz – Die Fähigkeit, Krisen erfolgreich zu meistern – Teil 2

Bei Resilienz im Unternehmenskontext handelt es sich um die Fähigkeit, unvorhergesehene Schlüsselsituationen, Turbulenzen und Stresssituationen zu meistern und daraus gestärkt hervorzugehen. Es ist eine nachhaltige Fähigkeit, die sich in der Organisation, sowohl bei den Führungskräften als auch bei den MitarbeiterInnen, als der neue Erfolgsfaktor erwiesen hat.

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Der künftige Erfolgsfaktor für Unternehmen

In der kulturübergreifenden Forschung wurde beobachtet, dass Resilienz eine Fähigkeit ist, die nicht durch die individuelle Person allein erklärt werden kann. „Gute“ Familien, Schulen, eine „gesunde“ soziale Umgebung und faire gesellschaftliche Bedingungen helfen dabei, die entsprechenden Fähigkeiten zu entwickeln. Auch Unternehmen benötigen Resilienz. In Zeiten der komplexen, sich ständig verändernden und schwer vorhersehbaren Zeiten des 21. Jahrhunderts wird es immer schwieriger, kontinuierliche Unternehmenserfolge

sicherzustellen. Unternehmen stoßen oft an die Grenze des Machbaren; Stress, Arbeitsverdichtung bis hin zu Burn-Out sind längst keine Fremdworte mehr im Unternehmensalltag. Klassische Werte wie loyale Kunden, eine gute Marke, Wissen über die Branche oder ein gutes Distributionsnetzwerk sind starkem Wettbewerb ausgesetzt. Die sinkende Prognostizierbarkeit von Einflüssen aus der Unternehmensumwelt stellen Organisationen somit vor die Herausforderung, immer flexibler und anpassungsfähiger auf entsprechende Einflüsse aus dem Unternehmensumfeld zu reagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Resiliente Organisationen sollen sich also schnell, bereitwillig und präzise auf unvorhersehbare Veränderungen einstellen, sich diesen anpassen und rasch (wieder) leistungsfähig werden bzw. bleiben. Diese Fähigkeit wird in der Erfolgsfaktorenforschung als DER künftige Erfolgsfaktor eingestuft. Die Bewältigung dieser steigenden Herausforderungen gelingt am ehesten mit optimistischen Mitarbeitern und Führungskräften, die

•    unbefriedigende Situationen annehmen und nach möglichen Lösungen suchen,

•    sich nicht hängen lassen und verantwortungsbewusst handeln,

•    aktiv intern und extern Networking betreiben,

•    sich mit zukünftigen Restriktionen und Entwicklungen auseinander setzen.

Dazu gehören auch Mitarbeiter, Teams und Führungskräfte, die fähig sind, die Realität zu akzeptieren und anzupacken. Die Bewältigungsfähigkeiten von Organisationen lassen sich neben klassischen Maßnahmen der Stressbewältigung auch durch Interventionen, welche die Resilienz des Einzelnen und somit auch des ganzen Unternehmen fördern können, stärken. Manager können ihre Resilienz und die Resilienz ihrer Teams erhöhen, indem sie bewusster mit den Widrigkeiten des Arbeitslebens umgehen. Resiliente Manager werden schnell aktiv, nachdem sie das Problem analysiert haben und entwickeln einen Plan, wie die Widrigkeit am besten behoben werden kann. Sie wechseln rasch von der Suche nach Gründen zu verantwortungsvollem Denken – ihr Fokus ist strikt nach vorn gerichtet.

Wir von AUTONOM TALENT® verwenden das Konzept der Resilienz vorwiegend bei Programmen im Zuge des Stressmanagements sowie bei Veränderungs- und Umstrukturierungsprozessen. Bei Interesse würden wir uns freuen Sie  bei solch einem Projekt begleiten zu dürfen.

Kristina Brantl