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Dem Winter-Blues entkommen

Young Businesswoman Resting

Aufstehen bei Dunkelheit, Feierabend im Dunkeln – und dazwischen ein paar Stunden von grauen Wolken gedimmtes Tageslicht. Die vergangenen Wochen haben vielen von uns nachhaltig auf die Stimmung geschlagen. Wir fühlen uns müde, lust- und energielos. Häufig fällt in diesem Zusammenhang auch der Name Wintermüdigkeit oder Winter-Blues. 

Der Hauptgrund für diese trübe Stimmung ist die Tageslänge und das fehlende Licht. Wenn die Tage kürzer werden, stellt sich die gesamte Physiologie beim Menschen um. Schon unsere Vorfahren vor Millionen von Jahren hatten im Winter, wenn sie nachts und auch tagsüber oft nichts sehen konnten, allen Grund dazu, still und ruhig zu sein. Im Sommer hingegen waren sie länger wach, konnten auf Nahrungssuche gehen und sich fortpflanzen. Außerdem steckten sie auch viel Energie in die Wärmeproduktion, um nicht zu erfrieren. So erklärt sich das erhöhte Schlafbedürfnis, aber auch das vermehrte Bedürfnis nach kohlehydratreicher Nahrung, das viele im Winter verspüren.

Der Sonnenmangel hat ebenfalls Einfluss auf unseren Hormonhaushalt: Die Dunkelheit erhöht die Produktion von Melatonin, einem Hormon, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert und uns müde macht.
Normalerweise wird das Hormon bei Tageslicht wieder abgebaut. Wenn es aber im Winter nicht richtig hell wird, bleibt unser Körper länger im Nacht-Modus. Zusätzlich produziert der Organismus weniger Serotonin, das eigentlich unsere Stimmung hebt. Zum Aufbau dieses Wohlfühl-Hormons wäre aber wiederum ausreichend Licht nötig. An typisch kurzen Wintertagen mit trübem, grauem Himmel gibt es davon zu wenig. Wir fühlen uns matt und schlapp. Kommen dann noch Regen und Kälte hinzu, wird dieses Gefühl verstärkt. Viele Menschen haben dann noch schlechtere Laune, bleiben noch häufiger in Ihren Wohnungen und bekommen so noch weniger Tageslicht.

Die gute Nachricht: Ein Stimmungstief im Winter ist nicht besorgniserregend. Die Müdigkeit ist keine Krankheit, sondern geht in der Regel wieder vorüber. Und außerdem sind im Februar wieder längere und hellere Tage zu erwarten.

Die folgenden Tipps sollen Sie dabei unterstützen, der dunklen Jahreszeit gelassen gegenüber zu stehen.

Tanken Sie Tageslicht
Je weniger Licht der Körper bekommt, desto weniger stimmungsaufhellende Hormone produziert er. Und genau das sollten Sie in der Winterzeit verhindern. Versuchen Sie daher, mindestens einmal am Tag für 15 bis 30 Minuten vor die Tür zu gehen. Zum Beispiel zur Mittagszeit, wenn es am hellsten ist. So nutzen Sie das vorhandene Tageslicht am besten aus.

Suchen Sie Geselligkeit
Gerade im Winter ziehen sich viele in ihre Wohnung zurück. Doch durch Stille und Einsamkeit werden negative Gefühle häufig noch verstärkt. Gerade jetzt sollten Sie Freunde sehen und ausgehen. Ein lustiges Treffen oder ein nettes Gespräch können die Stimmung sehr schnell aufhellen.

Machen Sie sich wetterfest
Neben dem fehlenden Licht schlagen uns häufig auch die kalten Temperaturen aufs Gemüt. Wenn Sie aber Ihre Thermoregulation trainieren, werden die Schwankungen Ihrem Körper weniger ausmachen. Setzen Sie sich bewusst Kälte- und Wärmereizen aus, zum Beispiel durch Wechselduschen oder Saunagänge. So wird der Körper wetterfest.

Trainieren Sie den Körper
Die Thermoregulation lässt sich aber auch aktiv trainieren, indem Sie Ihren Körper regelmäßig anstrengen. Sie können dafür zum Beispiel – je nach Wetterlage – walken, laufen, schwimmen, Ski langlaufen oder Tennis spielen. Der Wechsel zwischen Anstrengung und Entspannung stärkt den Körper, das Training kann außerdem die Stimmung heben. Versuchen Sie daher, dreimal in der Woche Sport zu treiben.

Häufiger leicht essen
Generell ist die Lust auf Deftiges oder Herzhaftes im Winter größer. Aber Sie sollten es mit Braten und schweren Soßen nicht übertreiben: Ein gefüllter Bauch macht müde und träge. Und das kostet uns in der kalten Jahreszeit besonders viel Antriebskraft.

Energie-Kick
Wer immer wieder unkonzentriert ist, sollte ein kleines Fläschchen Rosmarinöl bereitstellen und bei Bedarf daran schnuppern. Auch Mandarinenschalen oder duftende Büroblumen können helfen.

Motivation
Frisch motiviert ist man mit dieser Energie-Übung: Der Zeigefinger der rechten Hand berührt die Mitte oberhalb der Lippen, der Mittelfinger die Mitte unterhalb der Lippen. Beide Punkte drei Atemzüge lang massieren. Mit jedem Ausatmen pusten Sie die Müdigkeit aus dem Körper.

Stoffwechsel-Kick
Winterliche Bürosnacks für mehr Energie: Trockenfrüchte wie Feigen, Datteln, Zwetschken oder Rosinen, Nüsse und Mandeln knabbern und in der Mittagspause eine Portion Vitamine – etwa in Form von Sauerkraut – machen den „inneren“ Menschen wieder fit.